Die Landforscher

Fortlaufende Untersuchungen und aktuelle Projekte

Was kostet die Erzeugung von Milch? - Wissenschaftliche Gutachten zu den Milcherzeugungskosten in Europa

Europäische Milchbauernverbände, die im Dachverband des European Milch Board (EMB) organisiert sind, haben das Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) im Rahmen eines Verbundprojektes seit dem Jahr 2011 mit der regelmäßigen Durchführung der Berechnung der Milcherzeugungskosten auf Basis amtlich erfasster, repräsentativer EU-Daten des Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen (INLB) beauftragt. Der Grundlagenbericht zum Gutachten „Was kostet die Erzeugung von Milch?“ kann hier als PDF heruntergeladen werden. Mittlerweile sind für fünf europäische Milcherzeugungsverbände die Milcherzeugungskosten berechnet worden und werden seitdem regelmäßig aktualisiert. Ein Erstgutachten für das Land Luxemburg ist aktuell in Vorbereitung. Die Gutachten bieten den Milcherzeugerverbänden eine wichtige Arbeitsgrundlage für ihre politische Arbeit und auch zur Verhandlung von Milchauszahlungspreisen.

Weiterführende Informationen bei  www.europeanmilkboard.eu und www.milch-board.de

Zusammen mit Prof. Onno Poppinga vom Kasseler Institut für ländliche Entwicklung und Michael Wohlgemuth (Statistik)
Milch Marker Index (MMI) und Preis Kosten Ratio

Aus der Produktionskostenstudie heraus wurde vom Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) auch der Milch Marker Index (MMI) im Auftrag der MEG Milch Board entwickelt (www.milch-marker-index.de) entwickelt. Auf Basis dieses Index wird die aktuelle Entwicklung der Milcherzeugungskosten im zeitlichen Ablauf, d.h. vierteljährlich und jährlich nachgezeichnet. Die Preis-Kosten-Ratio setzt die ermittelten Milcherzeugungskosten ins Verhältnis zu amtlich erfassten Milchauszahlungspreisen; die Ratio ist ein Maß für die Unter- (oder Über-)deckung der Kosten der Milcherzeugung.

Zusammen mit Prof. Onno Poppinga vom Kasseler Institut für ländliche Entwicklung und Michael Wohlgemuth (Statistik)



Handwerkliche Fleischverarbeitung und regionale Fleischvermarktung


Aus dem Arbeitsschwerpunkt „Fleisch“ (mehr erfahren) ist 2010 der Verband der Landwirte mit handwerklicher Fleischverarbeitung (vlhf) e.V. entstanden (www.biofleischhandwerk.de ), dessen Geschäftsführung durch das Büro für Agrar- und Regionalentwicklung wahrgenommen wird. 65 Mitgliedsbetriebe hat der bundesweit tätige Verband hat mit Stand 2016. Zu den laufenden Aufgaben zählen die Beratung landwirtschaftlicher Betriebe in rechtlichen Fragen der handwerklichen Schlachtung, Fleischverarbeitung und Fleischdirektvermarktung, Lobbyarbeit zugunsten des Fleischhandwerks. (download: Positionspapier Regionale Fleischvermarktung) und bundesweite Durchführung von Schulungen zu Tierschutz in der Rinderschlachtung (im Rahmen der BÖLN-Förderung des ökologischen Lebensmittelhandwerks /FiBL Gmbh).
Aktuell: Projekt "Innovative Schlachtverfahren - Schlachten im Haltungsbetrieb von Rindern und kleinen Wiederkäuern" - ein Europäisches Innovationspartnerschaftsprojekt in Hessen. Siehe auch: Aktuelles

Zusammen mit Lea Trampenau / Innovative Schlachtsysteme (www.iss-tt.de ) sowie Sven Lindauer / Fachberater und Metzgermeister (www.metzgerei-lindauer.de) und Hans-Jürgen Müller, Gut Fahrenbach (www.gutfahrenbach.de)

Milchpreisvergleich im Auftrag des European Milk Board


Im Aufrag des European Milk Board (EMB) erarbeitet das BAL (Dr. Karin Jürgens zusammen mit Professor Onno Poppinga) einen europäischen Milchpreisvergleich. Dieser soll vor alle Informationen und Service für Milchproduzenten bieten und zeigen, was Milchbauern in anderen Ländern für ein Kilogramm Milch erhalten. Das für den BDM aktualisierte Berechnungsschema zeigt den Auszahlungspreis sowohl mit als auch ohne spezifische Zu- und Abschläge. Der Standardwert wurde dabei auf 4,0% Fett und 3,4% Eiweiß festgelegt. Der Vergleich der europäischen Milchauszahlungspreise basiert auf den Abrechnungen einzelner Betriebe und ihrer Molkereien. Derzeit beteiligen sich am Vergleich Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Luxemburg und Österreich. 

Aktuelle Informationen finden Sie beim European Milk Board

Weiterführende Informationen

Erfahren Sie mehr über unsere abgeschlossene Projekte in unseren Publikationen und Berichte.